Entgegen landläufiger Meinung wird damit nicht die Stelle einer Burgstallung umschrieben, sondern der Platz einer gänzlich verschwundenen Burg, von der allenfalls noch Bodenspuren zeugen.
Im späten Mittelalter bezeichnet man Burgruinen als Burgställe, erst im 19. und 20. Jahrhundert benutzte man den Begriff für abgegangene Burgen.
Burgställe sind grundsätzlich alle Burgen, die einst aus Holz errichtet waren, da sich aufgrund der Kurzlebigkeit des Baumaterials in ganz Deutschland keine hochmittelalterliche Holzburg erhalten hat.