Stadtbefestigung Mindelheim
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Stadtbefestigung Mindelheim

… Unnd ist die Statt von aussen her von steinern Häusern wol versehen … (Matthäus Merian 1663)

Die an einer bedeutenden Salzstraße zwischen München und Memmingen gelegene Stadt wurde um 1200 gegründet und bereits 1256 urkundlich als Stadt bezeugt. Die bedeutendsten Stadtherren waren bis 1363 die Herren von Mindelberg, von 1365–1439 die Herzöge von Teck, von 1467–1586 die Herren von Frundsberg, um 1600 die Fugger. Sie prägten das mittelalterliche Stadtbild maßgeblich. Weitere Zu- und Umbauten erfolgten unter Herzog Maximilian I. von Bayern ab 1616 und 1705–14 unter dem englischen Oberbefehlshaber John Churchill, Herzog von Marlborough. 1802 wurde Mindelheim Sitz eines bayerischen Landgerichtes.

Die ältesten Teile der heutigen Stadtmauer

Im Zuge der Stadterhebung entstand im 13. Jahrhundert eine erste Befestigung, von der sich allerdings nichts erhalten hat. Die ältesten Teile der heutigen Stadtmauer stammen aus den Jahren nach 1365, als Herzog Friedrich von Teck die Stadtumwehrung verstärken ließ. Diese bestand damals aus einem grabenumwehrten schlichten Mauerzug, der ein längsrechteckiges, durch Straßen viergeteiltes Areal umfriedete und neben einem Rundturm am Südosteck (sog. Gefängnisturm) wohl drei Tore besaß: mit Sicherheit das dem Fluss Mindel zugewandte Untertor im Westen (1263 erwähnt) und das nach Osten gerichtete Obertor (1337 erwähnt) vermutlich auch das erst 1469 erstmals genannte Einlaßtor im Norden. Zwei weitere Türme standen über dem Ein- und Ausfluss eines Mindelarmes im Westen der Stadt, während die Südseite durch einen weiteren Rundturm, den Sinbelnturm, bewehrt wurde. Die Stadtmauer trug über Pfeilern einen gedeckten Wehrgang. Die Stadtmauer integrierte am Nordosteck seit 1409 die spätgotische Stadtpfarrkirche St. Stephan.

In den Jahrzehnten um 1500 erfolgte unter den Rittern von Frundsberg die Modernisierung der Stadtbefestigung für Artillerieverteidigung. Ab 1806 erfolgten Abbrüche von Mauerteilen und Türmen sowie die Verfüllung der Gräben. Dennoch blieben neben den drei Tortürmen und den Rondellen im Nordwesten und Nordosten weite Stücke des Stadtmauerzuges teils frei sichtbar oder in den seit 1811 angebauten Wohnhäusern erhalten.

Besonderheiten auf einen Blick

Die an einer bedeutenden Salzstraße zwischen München und Memmingen gelegene Stadt wurde um 1200 gegründet und bereits 1256 urkundlich als Stadt bezeugt.

Die ältesten Teile der heutigen Stadtmauer stammen aus den Jahren nach 1365, als Herzog Friedrich von Teck die Stadtumwehrung verstärken ließ.

Ab 1806 erfolgten Abbrüche von Mauerteilen und Türmen sowie die Verfüllung der Gräben.

Dennoch blieben weite Stücke des Stadtmauerzuges teils frei sichtbar oder in den seit 1811 angebauten Wohnhäusern erhalten.

Zugang

_ Teilbereiche der Stadtmauer sind teils frei einsichtig
_ teils sind Teilbereiche an geschlossenen Häuserfronten ablesbar
_ es lohnt sich daher, in der Altstadt herum zu streifen
_ alle Tortürme und auch die Rondelle sind von außen gut zu besichtigen
_ Führungen im Bereich des Oberen Torturms
_ sowie eines Stücks des Wehrganges mit Inszenierung eines Hakenbüchsenschützen

Wegbeschreibung

Vom Stadtzentrum
Vom Marienplatz (Mindelburgweg) aus auf der Maximilianstraße nach Westen. Verlassen Sie die Altstadt durch das Untere Tor. Danach halten wir uns links und folgen der Georgenstraße bis zur Schwabenwiese. An der Nordseite führt eine schöne Kastanienallee durch den Berwald hinauf zur Burg.

pfeil ca. 30 Minuten
pfeil die etzten 200m sind etwas steil
pfeil für Familien gut geeignet
pfeil nicht behindertengerecht

Mit dem Auto
Von der Stadtmitte auf der Maximilianstrasse westlich, durch das Untere Tor und dann gerade aus. Wir folgen der Hauptstrasse und biegen auf der Anhöhe links ab zur Mindelburg. Vom Parkplatz vor der Burganlage gelangen wir über 2 Brücken bequem in den Burginnenhof.

pfeil ca. 5 Minuten
pfeil behindertengerecht





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