Hohenthann
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Hohentann

Der Mensch baut, der Mensch zerstört …

Bereits 1144 nennen sich vier Brüder nach diesem Platz, den sie als Dienstmannen des Stiftes Kempten hielten. 1268 gelangte die Burg in den Besitz des Konrad von Hohenegg, dessen Familie Burg und Herrschaft bis 1413 hielt. Nunmehr in Besitz der Herren von Heimenhofen, brannte die Burg 1454 versehentlich nieder. Sie ging dann als Pfand an den Tiroler Kanzler Cyprian von Sarnstein, der die Burg 1502 an das Fürststift veräußerte. Die fortan hier installierte Vogtei wurde 140 Jahre später in ein Pflegamt umgewandelt, das allerdings nur sechs Jahre Bestand hatte.

Im Zuge der Säkularisation 1803 erfolgte der Verkauf der baufälligen Burg als Steinbruch. Den endgültigen Garaus bereitete der Ruine eine Kiesgrube, die sich jahrzehntelang, noch bis in die 1980er Jahre hinein, vom tiefen Halsgraben aus in die Hauptburg hineinfraß und diese auf die Hälfte ihrer ursprünglichen Größe von 25×22m reduzierte. Reparaturen an der Burganlage sind für 1595, 1602–1604 und für die 1650er Jahre bezeugt.

Eine der eindrucksvollsten Burganlagen dieser Gegend

Historische Abbildungen lassen keinen Zweifel daran bestehen, dass Hohentann einst zu den eindrucksvollsten Burganlagen dieser Gegend zählte. Diese erhob sich von einem völlig freigeholzten Sporn, dem nach Süden eine Vorburg vorgelagert war. Von dieser führte eine lange Holzbrücke über den tiefen und breiten Halsgraben. Die Hauptburg besaß eine hohe Ummauerung, die einen kleinen Burghof umfriedete. Nahe des Burgtors stand die Burgkapelle, während sich rückseitig ein mächtiger, mauerbündig in die Nordwestseite eingebundener Wohnturm (außen 11,4×10,8m) mit steilem Walmdach erhob. Ein zweiter, niedrigerer Turm komplettierte die Burgsilhouette.

Heute zeugen nur noch wenige sichtbare Steine von der einstigen Burg. Der Allgäuer Burgenverein begleitete die Abbruchaktionen archäologisch und konnte in einem Großprofil den historisch für 1454 belegten Brand sowie fünf Nutzungsphasen nachweisen, nicht aber den mitten im Burghof stehenden, gemauerten Brunnenschacht retten. Geborgen wurden von der Burg zahlreiche spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Funde (14. bis 17. Jahrhundert).

Besonderheiten auf einen Blick

Bereits 1144 nennen sich vier Brüder nach diesem Platz, den sie als Dienstmannen des Stiftes Kempten hielten.

1454 brennt die Burg versehentlich nieder.

Im Zuge der Säkularisation 1803 erfolgte der Verkauf der baufälligen Burg als Steinbruch.

Historische Abbildungen lassen keinen Zweifel daran bestehen, dass Hohentann einst zu den eindrucksvollsten Burganlagen dieser Gegend zählte.

Zugang

_ der Burgstall liegt nahe Kimratshofen
_ auf dem höchsten Punkt eines nach Nordwesten abfallenden Höhenzuges
_ grob markiert durch eine Batterie riesiger Windräder
_ man fährt von Kimratshofen Richtung Leutkirch
_ zweigt vor dem Milchwerk links ab
_ biegt nach ca. 1 km rechts nach Reintal/Schnaid ab und
_ von dort der Beschilderung Hohentann folgen

_ zum »Gedenkstein« vom Bauernhof mit Ferienwohnungen beginnen
_ der Beschilderung »Hettisried« bis zum Steinbruch folgen
_ dann der Beschilderung »Gedenkstein« nachgehen




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