Laubenbergerstein
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Laubenbergerstein

… am Eck ein schöner runder Thurn aufgemaurt … (1629)

Die Burg wird 1241 mit Heinrich von Laubenberg zu Laubenbergerstein erstmals indirekt gesichert greifbar. Sein Geschlecht findet sich im 14. Jahrhundert wiederholt in Diensten der Klöster St. Gallen und Reichenau. Nachdem Kaiser Friedrich III. dem Kaspar von Laubenberg auf Laubenbergerstein 1446 die Hohe Gerichtsbarkeit verlieh, kam es zu Auseinandersetzungen mit Graf Hugo von Montfort, der auf der benachbarten Doppelburg Rothenfels/Hugofels saß.

Konflikte mit der benachbarten Doppelburg Rothenfels/Hugofel

Hugos Reisige plünderten daraufhin 1449 die Burg dreimal. Kaspar, ein mächtiger und wohlhabender Burgherr, betrieb daher ab 1450 den Großausbau der Burg. Seinen Wohlstand bezeugen nicht zuletzt sein herrliches Bronzeepitaph von 1493 (in der Pfarrkirche von Stein) und die kunstvollen Altarflügel von 1450/64 aus seiner Burgkapelle (heute im North Carolina Museum of Art, Raleigh, USA). Aber auch sein Nachfolger Hans Kaspar brachte es als Oberster Feldzeugmeister von Kaiser Maximilian zu hohen Ehren.

1525 besetzten die Bauern die Burg, aus der sie Geschütze und Handgewehre – 1 Kartaune, 2 Schlangen, 4 Halbschlangen und mehrere Hakenbüchsen entwendeten: eine ganz ordentliche Armierung, die vermutlich unter Hans Kaspar angeschafft wurde. Nachdem die Laubenberger 1559 ihren Wohnsitz in ihren Schlossneubau Rauhenzell verlagerten, geriet die Burg in Verwahrlosung und wurde bereits 1629 als teilruinös klassifiziert.

1977 erwarb der Heimatverein Immenstadt und Umgebung e.V die Burgruine und führte bis 1991 erste Sanierungsarbeiten durch, bei denen man sämtliche Tore, das Oberteil des großen Torturms und die gesamte Osthälfte des Artilleriedonjons nicht immer glücklich rekonstruierte. Dank der starken Unterstützung durch die Stadt konnte der Verein die Sanierung ab 1998 weiterführen – diesmal unter fachkundiger Beratung.

Besonderheiten auf einen Blick

Ein Meisterwerk spätmittelalterlicher Befestigungskunst ist die Konzeption des Zugangs zur Hauptburg, da der Zugang schleifenartig zwei Torzwinger durchquerte und durch einen gewaltigen Artilleriedonjon gesichert wurde.

Dabei wurde der alte Bergfried zu einem Torturm umfunktioniert. Der Rückweg nahm aufgrund der Steilheit des Zugangswegs eine andere Richtung, so dass ein »Einbahnstraßensystem« entstand.

Zugang

_ direkt neben der B 19 von Immenstadt nach Kempten
_ nahe der Straßenschleife Sonthofen, am nordöstlichen Stadtrand von Immenstadt
_ hier befindet unterhalb der gut sichtbaren Burgruine ein kleiner Parkplatz
_ der Artilleriedonjon ist jedoch nur auf Anfrage zu besichtigen

pfeil Aufstieg vom Parkplatz 2 Minuten
pfeil jederzeit kostenfrei zugänglich





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