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Burgruine Alt-Trauchburg

… underm schloss Truchpurg gelegen … (Ablassbrief 1418)

Die edelfreien Herren von Trauchburg entstammen dem mächtigen Geschlecht der Rettenberger und waren somit eng verwandt mit den Herren der benachbarten Burg Hohenegg. Bereits 1166 wird die Burg indirekt mit Berthold und Heinrich von Trauchburg genannt. Berthold von Trauchburg brachte es 1224 zum kaiserlichen Prokurator von Schwaben, sein Sohn Berthold (1228–44) zum kaiserlichen Hofrichter. 1258 wurden Burg und Herrschaft zuerst an die Grafen von Veringen, dann 1306 von diesen an die Truchsessen von Waldburg veräußert.

Fortan saß hier die neue Linie Waldburg zu Trauchburg. Die 1772 in Besitz gekommene Linie Waldburg-Zeil demolierte 1784–88 das mächtige Bauwerk zur Baumaterialgewinnung für den Neubau des Schlosses Neu-Trauchburg bei Isny. Die Trauchburg wurde fortan als Alt-Trauchburg bezeichnet. 1985/86–1998 unternahm die Marktgemeinde Weitnau das schwierige Unterfangen, die marode Burgruine zu sichern. 2005–2007 wurde die Burgruine innerhalb des Leader-Plus-Projekts »Burgenregion Allgäu« inwertgesetzt.

Die Alt-Trauchburg zählt zu den imposantesten und interessantesten Burgen des Allgäus. Ihre Lage auf einem langgezogenen Bergsporn ließ eine dreigeteilte Burganlage entstehen. Bergseitig erhob sich von einem kleinen Felskopf ein vorgeschobener Viereckturm, der sog. »Diebsturm«. Er gehört der ersten großen Ausbauphase der Burg bald nach 1300 an. Unter ihm erstreckte sich sichelförmig eine Vorburg, die man um 1500 mit einer kleinen Artillerierondellen und einer neuen Umwehrung versah. Die Vorburg enthielt Wirtschafts-, Speicher- und Gesindebauten. Von der Mitte des 12. Jahrhunderts existenten Burg finden sich vor Ort keine Spuren, so dass es durchaus sein kann, dass diese Burg weiter unten im Tal stand.

Zeugnisse hohen Wohnkomforts auf der Burg um 1500

Während der Sanierungsarbeiten wurden Tausende von Keramikscherben und Metallgegenstände aus dem Schutt geborgen. Nur die besterhaltenen und interessantesten von ihnen sind hier präsentiert. Vom hohen Wohnkomfort auf der Burg nach dem Ausbau um 1500 zeugen die vielen, mit herrlichen Architektur- und Figurenornamenten geschmückten Ofenkacheln sowie die Butzenscheiben der Glasfenster. Ansonsten handelt es sich hauptsächlich um Gebrauchskeramik (Töpfe, Schalen, Becher). Bei den Metallfunden überwiegen Halterungen und Beschlagteile von Fenstern, Türen und Truhen sowie Schlösser von Türen und Truhen.

Besonderheiten auf einen Blick

Die 1772 in Besitz gekommene Linie Waldburg-Zeil demolierte 1784–88 das mächtige Bauwerk zur Baumaterialgewinnung für den Neubau des Schlosses Neu-Trauchburg bei Isny.

Die Trauchburg wurde fortan als Alt-Trauchburg bezeichnet.

Die Alt-Trauchburg zählt zu den imposantesten und interessantesten Burgen des Allgäus.

Während der Sanierungsarbeiten wurden Tausende von Keramikscherben und Metallgegenstände aus dem Schutt geborgen.

Vom hohen Wohnkomfort auf der Burg nach dem Ausbau um 1500 zeugen die vielen, mit herrlichen Architektur- und Figurenornamenten geschmückten Ofenkacheln sowie die Butzenscheiben der Glasfenster.

Zugang

_ oberhalb von Kleinweiler gelegen
_ vom Tal aus kaum sichtbar
_ von der Straße Kleinweiler-Wengen aus mit dem Auto direkt anfahrbar

_ zu Fuß entweder von Kleinweiler oder von Weitnau aus über den ausgeschilderten
_ Burgwanderweg Alt-Trauchburg (Schild mit Drachenmotiv) erreichbar
_ Rundweg Weitnau-Alt-Trauchburg-Weitnau 12 km
_ Rundweg Kleinweiler-Alt-Trauchburg-Kleinweiler 3 km

pfeil die Ruine ist jederzeit kostenfrei zu besichtigen
pfeil die Vorburg ist bewirtschaftet (Geheimtipp!)

 








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