Schloss Grönenbach
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Schloss Grönenbach

… ist um einen gewaltigen Nagelfluhfelsen herum gebaut … (1910)

Der dem Fürststift Kempten zugehörige Ort »am grünen Bach« wurde bereits Ende des 11. Jahrhunderts von einem gleichnamigen Adelsgeschlecht gehalten und ging nach dessen Aussterben 1260 an die benachbarten Herren von Rothenstein. Diese errichteten wohl um 1280 die heutige Burg. Nach mehreren Besitzerwechseln vermachte Ludwig von Rothenstein die Burg 1482 an die Herren von Pappenheim, die zwölf Jahre später eine eigene Linie von Rothenstein-Grönenbach gründeten.

Die Burg erfuhr 1525 im Bauernkrieg Beschädigungen, wurde aber wieder instand gesetzt. 1612 erbten die Fugger von Kirchberg-Weißendorn die Herrschaft und bauten 1628 und 1690 die Burg zu einem Burgschloss aus. 1632 und 1633 plünderten die Schweden Burg und Ort. 1695 erwarb das Fürststift Kempten das Lehen zurück, vereinigte die Herrschaften Rothenstein und Grönenbach und installierte auf dem Schloss eine Sommerresidenz und ein Pflegamt. 1703 kam es im spanisch-österreichischen Erbfolgekrieg zu erneuten Beschädigungen und Instandsetzungen.

Nach der Annektion durch den Bayerischen Staat

Nach der Annektion durch den Bayerischen Staat zog 1803–79 ein königlich-bayerisches Landgericht auf das Burgschloss, das ab 1939 den Schwestern der Ursberger St. Josefs Kongregation als Sonderschulheim diente und durch diese 1947–1951 umfassend renoviert wurde. Ab 1979 beherbergte das Burgschloss ein Heim für geistig behinderte Erwachsene. Nach dessen Schließung erwarb die Marktgemeinde 1996 das Schloss, um es für kulturelle und sonstige Veranstaltungen zu nutzen.

Der außen wie innen dick aufgebrachte moderne Verputz kaschiert sämtliche Baubefunde, so dass die komplexe Baugeschichte des Burgschlosses weitgehend spekulativ bleibt. Die originale Frontmauer der mittelalterlichen Burg liegt einige Meter dahinter und weist neben einem leichten Knick eine Mauerstärke von 4 m auf. Die restlichen, ca. 30 cm langen Burgseiten besaßen, da besser geschützt, nur 1,4 m dicke Mauern.

Damit gehört die Burg Grönenbach zu den wenigen Schildmauerburgen des Allgäus. Dies sind Burgen, die in Spornlage erbaut wurden und dem ansteigenden oder ebenerdigen Gelände schildartig eine verstärkte Front entgegenstellten. Sehenswert im Inneren sind mehrere um 1710/20 im barocken Stil überformte vornehme Räume mit ihren Stuckdecken.

Die Besonderheiten auf einen Blick

Nach dem Aussterben des ursprünglichen Adlesgeschlechts ging die Burg an die benachbarten Herren von Rothenstein.

Der außen wie innen dick aufgebrachte moderne Verputz kaschiert sämtliche Baubefunde, so dass die komplexe Baugeschichte des Burgschlosses weitgehend spekulativ bleibt.

Die Burg Grönenbach gehört zu den wenigen Schildmauerburgen des Allgäus.

Sehenswert im Inneren sind mehrere um 1710/20 im barocken Stil überformte vornehme Räume mit ihren Stuckdecken

Wegbeschreibung

Mit dem Auto
Von der Kurverwaltung am Marktplatz aus auf die Marktstraße Richtung Legau fahren und dabei rechts abbiegen in die Rothensteiner Straße. Auf der Bergkuppe rechts abbiegen in die Pappenheimer Straße. Die Straße fahren Sie bis zum Ende und kommen so direkt zum Hohen Schloss.

Zu Fuß
Von der Kurverwaltung am Marktplatz aus an der Badischen Weinstube vorbei und die Marktstraße überqueren. Gerade aus in die Blumenstraße laufen und nach circa 80 Metern links in den Bräuhausweg Richtung Kneippsanatorium Dr. Krautheim einbiegen. Den öffentlichen Durchgang durchqueren und die Holztreppen am Schlossberg hoch steigen. Sie kommen in der Pappenheimer Straße an und sehen rechts das Hohe Schloss liegen.

 






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MEHR ZUM STANDORT
_ Gemeinde Bad Grönenbach
_ www.bad-groenenbach.de

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WAS IST EINE SCHILDMAUERBURG
Das sind Burgen, die in
Spornlage erbaut wurden und
dem ansteigenden oder ebenerdigen Gelände schildartig eine verstärkte Front entgegenstellten.

DER BURGENFÜHRER DER BURGENREGION ALLGÄU
Ausführliche Informationen in bildhafter und textlicher Form, sowie viele Tipps finden Sie in dem Burgenführer der Burgenregion Allgäu.

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